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Case Mangement in der Unterstützung von Menschen mit BehinderungPlötzlich zum "alten Eisen" gehören, Rentnerin oder Rentner werden, das ist für viele Menschen ein einschneidendes Ereignis und der Beginn einer schwierigen Lebensphase. Für Menschen mit Behinderung ist der Übergang in den Ruhestand besonders hart. Häufig arbeiten sie ihr Leben lang in einer Werkstatt für behinderte Menschen, die für sie nicht nur Arbeitsort, sondern auch sozialer Mittelpunkt ist. Dieser "Verlust" kann durch Familie oder andere soziale Kontakte kaum oder gar nicht aufgefangen werden.
Trotz des Wissens darum, gibt es bisher nur wenige Ideen und übergreifende Lösungsansätze wie Menschen mit Behinderung einen gesicherten und zufriedenstellenden Lebensabend verbringen können. Zwar gibt es Einrichtungen, die durchaus gut gemeinte und kreative Lösungen entwickeln. Aber angesichts der stetig wachsenden Gruppe älter werdender Menschen reichen improvisierte und in der Regel institutionsspezifische Lösungen oder "good-will-Aktionen" nicht mehr aus.
In ihrem Buch nähern sich Jutta Hollander und Helmut Mair diesem sensiblen Thema an. Mit Hilfe von Case Management suchen sie nach neuen Ansätzen und Lösungen und zeigen wie Menschen mit Behinderung in der Übergangsphase und im Rentenalter sinnvoll unterstützt werden können. Am Beispiel von verschiedenen Menschen zeigen sie, wie ein sinnerfüllender Lebensabend, unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse und Möglichkeiten, gestaltet werden kann. Sie vermitteln wie Tages- oder Wochenstrukturen in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen im Alter verbessert, wie neue und befriedigende Sozialkontakte aufgebaut und neue Sinnbezüge entwickelt werden können. Das Buch lädt zum Weiterdenken und Ausprobieren ein.
Es basiert auf einem Forschungsprojekt des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V. und der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster.