Frauen

Pränataldiagnostik und weiter gefasst Gentechnik und Fortpflanzungsmedizin werden in der Politik, der Wissenschaft und den Medien thematisiert. Ihre Ideen, Denkweisen und Sprache verbreiten sich auch zunehmend im öffentlichen Raum.
Obwohl Frauen in besonderer Weise betroffen sind, ohne den Frauenkörper sind die Techniken nicht denkbar und schon gar nicht umsetzbar, kommen sie in der Debatte oftmals nicht vor, es sei denn als Expertinnen. Über Embryonen wird gesprochen und übersehen, wo diese ihren Ursprung haben: im Körper von Frauen.

Die gesellschaftlichen Folgen und gesundheitlichen Schäden, die Frauen tragen, gehören nicht ins Bild. Frauen sind konfrontiert mit der Anforderung, alles für die Geburt eines "gesunden Kindes" zu tun, aber auch mit dem
Begehren, dass sie ihren Körper für "Spenden" - Eizellen/Embryonen - und zur Forschung zur Verfügung stellen.

Für die Arbeitsstelle Pränataldiagnostik/Reproduktionsmedizin ist die Frauensicht zentral. Die Arbeitsstelle hat 2000 das Frauen Forum Fortpflanzungsmedizin "ReproKult" mitgegründet. Im November 2001 hat ReproKult in Kooperation mit der Arbeitsstelle eine Fachtagung in Berlin durchgeführt. Die Dokumentation der Fachtagung ist kostenfrei über die BZgA zu beziehen.

Zum Weiterlesen: