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Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik
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Rundbrief 23: PND: Neue gesetzliche Regelungen - Ungelöste ethische Probleme
Tagungsdoku
April 2010
Stellungnahme zur Umsetzung von GenDG und SchKG April 2010
Schulkampagne zu den Auswirkungen vorgeburtlicher Diagnostik
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Projektbericht
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Gesunde Kinder sind nicht machbar - auch wenn sich das viele werdende Eltern wünschen und die Medizin das immer wieder glauben machen möchte. Zwar boomt die vorgeburtliche Diagnostik, doch die therapeutischen Möglichkeiten halten damit längst nicht Schritt. Bei vielen normabweichenden Befunden kann schwangeren Frauen als einzige "Therapie" nur der späte Abbruch der Schwangerschaft angeboten werden. Keine Frau darf zum Ultraschall, zur Fruchtwasseruntersuchung oder zu einem Testverfahren zur "Risikoabschätzung" gezwungen werden. Trotzdem droht der vorgeburtliche Check-up unter der Hand zu einer neuen sozialen Verpflichtung für schwangere Frauen zu werden, deren Risiken und Folgen immer von Frauen zu tragen sind. Werdende Eltern fürchten, ein Kind mit einer Behinderung könnte ihnen persönlich als Versäumnis angelastet werden: Ausdruck einer Entsolidarisierung der Gesellschaft, in der Behinderung und Anderssein immer weniger akzeptiert werden. Aus dieser Sorge heraus haben sich Personen, Institutionen, Organisationen und Gruppen zusammen geschlossen. Interessierte können die Ziele des Netzwerkes unterstützen und sich auf der Grundlage der Frankfurter Erklärung verknüpfen. Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben.