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ca. 210 Seiten, Düsseldorf, 2006, ISBN 3-910095-63-1Dieses Buch stellt erstmals die Situation von Vätern frühgeborener Kinder in den Vordergrund und analysiert diese im Kontext der gegenwärtigen Väterforschung.
Jedes Jahr werden in Deutschland circa 40.000 bis 60.000 Kinder zu früh geboren, das heißt, 6 bis 8 Prozent aller Säuglinge werden vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche oder mit einem Gewicht unter 2.500 Gramm entbunden. Durch die medizinisch-technischen Fortschritte ist es heute möglich, das Überleben immer jüngerer und kleinerer Säuglinge zu sichern. Diese Neugeborenen werden meist mehrere Wochen oder Monate intensivmedizinisch behandelt und betreut.
Was bedeutet diese emotional schwierige Zeit für die Väter? Wie gehen sie damit um? Wie entwickelt sich durch diese Krise die Väterrolle und die familiäre Lebenssituation insgesamt? Der Vater wird in der ersten Zeit nach der Geburt mit vielen Entscheidungen und Aufgaben konfrontiert und muss diese oftmals alleine bewältigen: Er sieht das Kind meistens zuerst und muss sich häufig zunächst alleine mit den Schwierigkeiten und gegebenenfalls sogar dem Sterben des Kindes auseinander setzen. In der ersten Zeit nach der Geburt wird er häufig zum Mittler zwischen Mutter und Kind und zwischen sozialer Umwelt und Mutter. Zudem muss er unterschiedliche Erwartungen, die seine Partnerin, die Familie, Ärzte, Arbeitgeber und Berufskollegen, an ihn richten, koordinieren.
In 15 interdisziplinären Fachbeiträgen erforschen die Autorinnen und Autoren dieses bisher vernachlässigte Gebiet.
Zielgruppe: Ärztinnen/Ärzte; Schwestern und Pfleger; Eltern;Frühförderinnen/Frühförderer; Therapeutinnen/Therapeuten; Studierende der Heilpädagogik, der Medizin und der Psychologie