bvkm.de

Sie befinden sich hier:

Bücher und Broschüren

Titelbeschreibung

Startseite

Bundesverband

Standpunkte

Landesverbände
und Mitglieds-
organisationen

Clubs und Gruppen

Recht und Politik

Pränataldiagnostik

Mädchen und junge Frauen

Frauen und Männer

Mütter

Bücher und Broschüren

Zeitschriften

Veranstaltungen

Presse

Forum

Lexikon

Links

Mitgliedschaft

Kontakt

Impressum

Themen

Warenkorb

Rechtsratgeber

Kinder mit cerebralen Bewegungs-
störungen

Förderung und Therapie

Pflege

Unterstützte Kommunikation

Leben, Wohnen, Arbeiten

"Blaue Reihe"

Pränataldiagnostik und Ethik

Gesamtverzeichnis

Suche

Darstellung ändern:

Nur Text

verkleinern

vergrößern

Günter Dörr, Rüdiger Grimm, Therese Neuer-Miebach (Hrsg.)

Aneignung und Enteignung

Aneignung und Enteignung

Der Angriff der Bioethik auf Leben und Menschenwürde

300 Seiten, Düsseldorf, 2000, ISBN 3-910095-43-7

Preis (Nichtmitglieder): EUR 12,40

Preis (Mitglieder): EUR 8,--

Bestellnr.: 43

Der Traum vom perfekten Menschen, von einem leidens- und störungsfreien Leben ist wohl so alt wie die Menschheit selbst. Doch noch nie schien seine Realisierung so greifbar nah zu sein wie heute. Die Biotechnologien feiern fast täglich neue Erfolge: Das menschliche Genom steht angeblich vor seiner vollständigen Entschlüsselung. Schon wird von "Therapiechancen für die schwerste genetische Geisteskrankheit Trisomie 21" geschwärmt. Die embryonale Stammzellenforschung verschärft die Debatte um den ethischen und rechtlichen Status des Embryos. Neue genetische Tests verweisen auf das hektische Bemühen der Wissenschaft, immer mehr und neue Verfahren zur Steuerung des Menschen bereitzuhalten.

Die Brüchigkeit ethischer Normen ist heute deutlicher denn je. Das Leitbild der neuen Bio-Medizin ist offenbar nicht die kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlich-technischer Machbarkeit. Die Leitidee ihrer Ethik ist vielmehr die moderierende Begleitung einer vernunftgeleiteten Auto-Evolution des Menschen.

Um all dies geht es in dem Buch. Es ist den Herausgebern wichtig, deutlich zu machen, daß die Gesellschaft auf die Gegenmodelle hingewiesen werden muß, die reduktionistische, nur durch ständige Wiederholung unter Beweis gestellte Modelle vom Menschsein widerlegen.

Ausgehend von den impulsgebenden Darstellungen aus theologischer (Bischof Franz Kamphaus, Limburg), medizinischer (Michaela Glöckler, Dornach) und juristischer (Heinz Kammeier, Münster) Sicht werden Probleme und Fragwürdigkeiten verdeutlicht, wie sie lebensbegleitend durch Bioethik vor Menschen in Not und ihren Angehörigen auftauchen: Pränataldiagnostik, Beratung und Früheuthanasie (Schindele, Waldschmidt, Wegener, Pap, Seifert), Pädagogik der Menschen mit schwersten Behinderungen (Fornefeld), Organtransplantation und Hirntodfiktion (Bavastro, Rixen, Neuer-Miebach), Menschen im Wachkoma (Dörner, Zieger, Bienstein), medizinische Forschung an einwilligungsunfähigen Menschen (Laade, Kludas, Neitzke, Freund), Euthanasie und Sterbebegleitung (Stark, Arntz, Bauer) mit einem Blick in die Niederlande (Jochemsen). Den Abschluß bilden Stellungnahmen aus dem Bereich der Politik (Liese, Wodarg).

Hier wurde ein Kompendium zusammengetragen, das noch auf lange Zeit Handreichung für jeden ist, der über Stand und Entwicklung der Diskussion informiert sein will oder muß.