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Bücher und Broschüren
Titelbeschreibung

164 Seiten, zahlr. farb. Abbildungen, Düsseldorf, 1999, ISBN 3-910095-42-9
Preis (Nichtmitglieder): EUR 12,40
Preis (Mitglieder): EUR 8,--
Bestellnr.: 42
Eine Behinderung kann den Ausdruck von Kreativität erschweren, aber sie kann sie einem Menschen nicht nehmen. Viel ist die Rede von Kreativität im Raum der Schule. Und doch ist Kreativität ein schwacher Begriff, wenn damit nicht mehr gemeint ist, als Auflockerung im Unterricht, als Anleitung zum Basteln, zum Gebrauch von Farbe, zur Anregung der Sinne, zur Dekoration eines Raumes oder auch zu impulsivem, ungeordnetem Tun.
Den Herausgebern und Autoren dieses Buches geht es um etwas Anderes: Kreativität wird verstanden als Ausdruck des ureigensten Wesens des Menschen, als Gestaltung schöpferischer Energie, als verantwortliche Mitwirkung an der Schöpfung. Dies wird in grundlegenden Überlegungen dargelegt und diskutiert. Die Beiträge aus der Praxis der Förderung körperbehinderter Schüler zeigen, wie auch ganz konkret mit Kindern Zugangswege zu kreativem Ausdruck gefunden werden können - mit unterschiedlichen Gestaltungsmitteln: Mit Sprache, malend und zeichnend, durch Gestaltung mit Tonerde, im freien symbolischen Spiel, im gestalterischen Umgang mit Märchen. Wagnis Kreativität? Eine Förderarbeit, die sich überwiegend an gesellschaftlichen Normen orientiert, an Zielvorgaben von Nicht-mehr-behindert-sein, verschließt sich der Kreativität zugunsten von Normierung. Daß ein Kind ermutigt wird, sich im So-Sein seines ureigensten Wesens auszudrücken und sich auf diese Weise zu entwickeln, ist eine andere Weise der Wegbegleitung eines Kindes mit einer Behinderung. Wir lernen heute, wie wichtig diese neue Perspektive ist. Neuere Forschungsergebnisse zur kindlichen Entwicklung ermutigen uns sehr, Lernen und Fördern neu zu verstehen, neu zu gestalten.
Die Herausgeber möchten zu dem Wagnis dieses Neu-Sehens, Neu-Verstehens, Anders-Gestaltens mit diesem Buch ermutigen.
Zielgruppe: LehrerInnen, MitarbeiterInnen in Einrichtungen der Behindertenhilfe, TherapeutInnen, Studierende und Eltern.