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Der Fachausschuss Konduktive Förderung im Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen hat ein Konzept zur Integration der Konduktiven Förderung in das Rehabilitations- und Bildungssystem für Menschen mit Behinderung in Deutschland erarbeitet. An seiner Erstellung beteiligten sich die Vertreter/innen aller maßgeblich an der Konduktiven Förderung in Deutschland beteiligten Organisationen. Dazu gehören die Elternorganisationen, der Bundesverband der in Deutschland tätigen Konduktoren und Konduktorinnen, der Europäische Fachverband für Konduktive Förderung und Berufsausübung (ECA), die deutschsprachigen Ausbil¬ungs¬institutionen für Konduktorinnen und Konduktoren sowie die Leistungsanbieter der Konduktiven Förderung in Deutschland. Berücksichtigt wurden dabei die aktuellen europäischen und internationalen Entwicklungen. In der Broschüre werden die charakteristischen Merkmale und das Konzept der Konduktiven Förderung dargestellt. Es wird beschrieben, wie Konduktive Förderung Menschen mit Beeinträchtigungen in jeder Lebensphase begleiten und zu einer möglichst unabhängigen und selbstständigen Lebensführung beitragen kann. Es wird aufgezeigt, dass die Konduktive Förderung in Familien, in den Einrichtungen der ambulanten und stationären Rehabilitation, in Frühförderung und Kindergarten oder Schule, berufsbildenden Einrichtungen, am Arbeitsplatz, in Wohn-, Pflege- und Freizeiteinrichtungen und in Krankenhäusern eingesetzt werden kann.
Breiten Raum nimmt die Vorstellung und Diskussion der rechtlichen Grundlagen und der Finanzierung der Konduktiven Förderung ein. Dabei wird auf die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses und auf die Rechtsprechung eingegangen. Schließlich werden mögliche Anspruchs- und Finanzierungsgrundlagen aufgezeigt. Es werden Perspektiven der Integration und Weiterentwicklung der Konduktiven Förderung in Deutschland vorgestellt. Sie wird als eine Komplexleistung beschrieben, die sich unter den in der Broschüre beschriebenen Bedingungen gut in das bestehende System der Rehabilitation und Bildung einfügt. Damit kann sich die Konduktive Förderung zu einem spezialisierten Angebot für Menschen mit cerebral bedingten Bewegungsstörungen in Deutschland entwickeln. Es wird die Forderung erhoben, dass sich Eltern behinderter Kinder zwischen verschiedenen Konzepten der Förderung entscheiden können. Nur so können sie ihr in den Sozialgesetzbüchern verbrieftes Wunsch- und Wahlrecht ausüben.